Studienfahrten Niederlande: Jugend in Bewegung 

 

Studienfahrten Niederlande organisiert am 13. Und 14. Oktober einen zweitägigen Arbeitsbesuch in die Niederlande. Der Besuch hat folgende Schwerpunkte: Strukturwandel in der Jugendhilfe und Neue Herausforderungen in der Steuerung und Massnahmenpolitik. Für mehr Informationen können Sie Kontakt mit jurgen.woudwijk@berlin.de aufnehmen.

 

Juni 2016

Niederlande Gastland Frankfurter Buchmesse

 

Mit hunderten neuen Büchern, 70 Autoren und einem multimedialen Pavillon präsentieren sich Flandern und die Niederlande im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse. Der Sprachraum ist nach 1993 bereits zum zweiten Mal Ehrengast der weltgrößten Bücherschau.

Der Gastlandauftritt steht unter dem Motto „Dies ist, was wir teilen”. Man teile eine gemeinsame Sprache, Geschichte und Kultur, sagte der künstlerische Leiter, Bart Moeyaert, am Dienstag bei der Vorstellung des Gastlandauftritts in Frankfurt.

Bis zur Buchmesse (19. bis 23. Oktober) würden rund 250 literarische Neuerscheinungen ins Deutsche übersetzt, berichtete Projektleiter Bas Pauw; normalerweise seien es pro Jahr zwischen 80 und 90 Titel. Zusammen mit den Büchern über das Doppel-Gastland lägen schon heute 376 Neuerscheinungen in 132 deutschen Verlagen vor. „Noch nie wurden in einem Jahr so viele Titel neu ins Deutsche übersetzt”, sagte Pauw.

 

Um sie vorzustellen, haben die Organisatoren 400 Veranstaltungen geplant, die meisten finden bereits vor der Buchmesse und in ganz Deutschland statt. „Wir wollen vor allem junge Autoren und neue Literaturformen präsentieren”, sagte die Koordinatorin des literarischen Programms, Judith Uyterlinde. Die Eröffnungsrede hält der niederländsiche Autor Arnon Grünberg.

 

Juni 2016

Grosse Unterschiede grenznahe Arbeitslosigkeit

 

Zwischen Holland und Niedersachsen gibt es entlang der Grenze weiterhin ein Gefälle bei der Arbeitslosigkeit. Dieses ist aber unterschiedlich stark ausgeprägt, wie aus den neuen Zahlen der zentralen Statistikbehörde des Nachbarlandes hervorgeht.

Um Arbeitssuchenden in der deutsch-niederländischen Grenzregion noch leichter den Weg zu freien Stellen in beiden Ländern zu weisen, hat die Euregio ihre Suchmaschine überarbeitet, den Euregio-Jobroboter. Über 100 000 freie Stellen in beiden Ländern sind dort eingestellt.

Die Suchmaschine ergänzt die Websites der Arbeitsagenturen beider Länder. Falls die Suche nach einer Arbeitsstelle im Nachbarland erfolgreich war, haben Grenzpendler die Möglichkeit, sich bei der Euregios über Themen wie soziale Absicherung, Steuern und Arbeitsrecht beraten zu lassen.

In den Niederlanden betrug die Arbeitslosenquote in der Provinz Groningen zuletzt 8,5 Prozent, in der Provinz Drenthe lag sie bei 7 Prozent. Im Arbeitsagenturbezirk Emden-Leer waren im Januar 8 Prozent arbeitslos. Besonders gut schaute es im Bezirk Nordhorn aus - dort waren nur 3,7 Prozent der Menschen ohne Job.

 

Februar 2016

 

 

Jugendpolitische Schwerpunkte der niederländischen EU-Ratspräsidentschaft

 

Ab Januar 2016 übernehmen die Niederlande als erstes Land im neu beginnenden Trio die Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union, gefolgt von der Slowakei ab Juni 2016 und Malta ab Januar 2017. Der Arbeitsplan Jugend, der im November 2015 verabschiedet wurde, konzentriert sich auf die Themen „Lebenskompetenzen", psychische Gesundheit sowie soziale Inklusion.

 

Januar 2016

 

Aufnahmeleistungen neuer Flüchtlinge

 

Die Niederlande bereiten sich auf die Aufnahme tausender Flüchtlinge vor. Als erster größerer Schritt soll bei Nimwegen an der Grenze zu Deutschland ein Lager für 3000 Menschen eingerichtet werden, die dort während der Prüfung ihrer Asylanträge bleiben sollen, wie die Behörden bekannt geben. Die Flüchtlinge sollten dort in "Pavillons" untergebracht werden, sagt ein Sprecher.

 

September 2015

 

 

Arbeitsbesuch Amsterdam/ Utrecht

„Innovative Beschäftigungspolitik in Zeiten wirtschaftlicher Rezession“ lautet der Titel einer zweitätigen Studienfahrt (22.-23. November 2012) nach Amsterdam und Utrecht.

Schwerpunkt ist die Position von Menschen mit einer Behinderung auf dem niederländischen Arbeitsmarkt.

Der Teilnehmerkreis besteht aus Geschäftsführer/innen von Werkstätten für behinderte Menschen und Integrationsunternehmen, Geschäftsführer/innen von Jobcentern und Optionskommunen, Experten und Interessierte. Bis zum 28. Juni 2012 werden noch Anmeldungen entgegengenommen.

September 2012

 

Arbeitslosenquote in den Niederlanden trotz Krise niedrig

Niemals zuvor waren so viele Menschen in den Euro-Staaten arbeitslos: Insgesamt 17,4 Millionen Menschen (elf Prozent) hatten in den 17 Ländern mit der gemeinsamen Währung laut Eurostat im April keinen Job. Die EU-Kommission bezeichnete das Niveau der Arbeitslosigkeit als "inakzeptabel hoch" in einigen Ländern.Deutschland kommt in der aktuellen Eurostat-Statistik mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent wie schon seit längerem recht gut weg. Nur in Österreich, Luxemburg und den Niederlanden ist ein noch geringerer Anteil ohne Beschäftigung. Die Krisenländer Spanien und Griechenland verzeichneten nach wie vor Quoten von über 20 Prozent. Besonders Jugendliche stehen dort auf der Straße.

Juni 2012

Regierung tritt zurück

Der niederländische Regierung ist nach den geplatzten Haushaltsverhandlungen zurückgetreten. Rutte habe der Königin die Auflösung seines Kabinetts angeboten. Ruttes Minderheitsregierung aus Liberalen und Christdemokraten war am Samstag mit ihren Plänen zur Einsparungen von bis zu 16 Milliarden Euro gescheitert. Ihr Verbündeter, die von Geert Wilders angeführten Rechtspopulisten, stellte sich quer. Mit Ruttes Rücktritt droht Deutschland in der Schuldenkrise ein wichtiger Partner für die Durchsetzung einer strafferen Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone abhandenzukommen.

April 2012

Geschäftsführer besuchen Amsterdam

 

Niederländische Arbeitsmarktpolitik in Zeiten wirtschaftlicher Rezession“ lautet der Titel einer dreitätigen Studienfahrt (4.-6. November 2010) nach Amsterdam.

Der Teilnehmerkreis besteht aus Geschäftsführern, Bereichsleitern sowie Teamleitern aus den ARGEN (JobCentern) und den Optionskommunen, beziehungsweise aus den zuständigen Mitarbeitern in den Agenturen vor Ort (z.B. FUT). Bis zum 27. September 2010 werden noch Anmeldungen entgegengenommen.

 

September 2010

 

Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe auf Rekordwert

 

Die staatlichen Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland sind auf einen Rekordwert gestiegen. Rund 30,5 Milliarden Euro steckten Bund, Länder und Gemeinden 2011 in Kindertagesbetreuung, Erziehungshilfen, Jugendarbeit und den Schutz gefährdeter Kinder. Das waren noch einmal 5,7 Prozent mehr und somit der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Nahezu zwei Drittel des Geldes flossen in die Kindertagesbetreuung. Gut ein Viertel der Brutto-Ausgaben kam Hilfen zur Erziehung zugute.

 

Februar 2013

Besuch niederländischer Staatssekretär  

 

Staatssekretär Andreas Storm informierte am Freitag, 3. September 2010, den Generalsekretär im niederländischen Ministerium für Arbeit und Soziales, Herrn Johan de Leeuw, über den Stand der Arbeiten zur Neuregelung der Jobcenter und Regelleistungen im SGB II. 

Zweites Gesprächsthema war die Anhebung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch in den Niederlanden soll die Regelaltersgrenze aus demografischen Gründen angehoben werden. Beraten wird in den Niederlanden derzeit über eine Anhebung der Regelaltersgrenze in zwei Schritten, auf 66 Jahre im Jahr 2020 und auf 67 Jahre im Jahr 2025.

 

September 2010

 

Studienfahrten 2011

 

Ab dem Frühling 2011 bietet „Studienfahrten-Niederlande“ eine Reihe zweitätiger Arbeitsbesuche in die Niederlande an. Die Arbeitsbesuche werden passgenau an den aktuellen Interessen und Bedürfnissen in den JobCentern abgestimmt. Nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, falls Sie mehr Informationen über Inhalt, Reiseziel und Kosten wissen wollen: studienfahrten.niederlande@web.de

Neue Anmeldungen werden noch bis zum 15 Dezember 2010 in Empfang genommen.

 

 

Gericht entscheidet: Einbürgerungskurs nicht mehr verpflichtet

 

Türkische Immigranten sind in den Niederlanden ab sofort nicht mehr verpflichtet einen Einbürgerungskurs zu besuchen. Dies legte ein Gericht in Rotterdam vergangene Woche fest. Grund für diesen Beschluss war die Klage zweier Türken, die mit den gesetzlichen Bestimmungen zur Einbürgerung in den Niederlanden nicht einverstanden sind. Seit 2007 müssen Immigranten, die nicht aus der EU stammen und eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in den Niederlanden anstreben, verpflichtend einen Einbürgerungskurs ablegen und diesen auch mit Erfolg bestehen.

 

Der Einbürgerungskurs wird von Politikern als entscheidend für eine erfolgreiche Integration angesehen, wie die Volkskrant am Sonntag schrieb. Daher zeigten sich Politiker der Zweiten Kammer erstaunt über den Beschluss aus Rotterdam. Einige forderten das Ministerium für Wohnungswesen, Raumordnung und Umweltschutz (nl. Ministerie van Volkshuisverstiging, Ruimtelijke Ordening en Milieubeheer), das auch für die Integration von Migranten zuständig ist, auf, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Das Ministerium selbst gab bekannt, zunächst das Urteil zu untersuchen und danach die Möglichkeit einer Berufung in Betracht zu ziehen.

 

August 2010

 

 

Arbeitsmarkt Juli 2010

 

Die Arbeitslosenzahl in den Niederlanden ist im Juni weiter gesunken. Nach den neuesten Angaben des Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS) waren im Juni rund 5.000 Menschen weniger arbeitslos als noch im Mai. Damit sinkt die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf 441.000 Menschen, d.h. 5,6 Prozent der Bevölkerung.  Zu Beginn des Jahres lag der Prozentsatz im Februar noch auf einem Tiefstand von 6,1 Prozent (478.000 Menschen).

 

Obwohl die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahr (Juni 2009: 4,9 Prozent) hoch zu sein scheinen, beginnen sich die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt nach der Finanzkrise wieder zu stabilisieren. Vor allem junge, gering qualifizierte Männer im Bereich der Logistik und der Industrie profitieren von dem Aufschwung. Bei der Arbeitslosigkeit unter höher ausgebildeten Menschen und bei der Gruppe der 45- bis 65-Jährigen sind jedoch kaum Verbesserungen festzustellen.

 

Juli 2010

Arbeitsmarkt in den Niederlanden stabil trotz Krise

 

Die weltweite Wirtschaftskrise hat auch die Unternehmen in den Niederlanden stark getroffen – vor allem den Wohnungsbau und die Logistikbranche. Nach Angaben der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) wird sich die Lage im Wohnungsbau voraussichtlich bis 2011 nicht ändern. In der Transport- und Logistikbranche ist dagegen für die zweite Hälfte des Jahres 2010 mit einer Entspannung zu rechnen.

Der Arbeitsmarkt hat die Krise dank eines hohen Kündigungsschutzes und flexibler Arbeitszeitregelungen bisher gut überstanden. Die Niederlande glänzen mit der niedrigsten Arbeitslosenquote aller 27 EU-Staaten: Innerhalb eines Jahres stieg sie von 2,8 Prozent auf lediglich 4,0 Prozent an (EU-Quote: 9,6 Prozent, Februar 2010). Auch bei den jugendlichen Arbeitslosen unter 25 Jahren verzeichnet das Land mit 7,3 Prozent die mit Abstand niedrigste Quote (EU-Durchschnitt: 20,6 Prozent). Frauen sind mit 3,9 Prozent etwas seltener arbeitslos als Männer (4,1 Prozent, alle Angaben Eurostat).

 

April 2010

Von der Leyen besucht die Niederlande

 

Noch keine 100 Tage im Amt, besucht die CDU-Politikerin die Niederlande. Sie will wissen, wie sie das machen, die Holländer: gerade mal vier Prozent Arbeitslosigkeit - europäische Spitzenleistung - und ein ebenso knallhartes wie effizientes Betreuungsregime für die Arbeitslosen. Bei 8,2 Prozent Arbeitslosigkeit und einer bislang ziellosen Grundsatzdiskussion in Deutschland lohnt der Blick über die Grenze.

 

Von der Leyens Fazit: "Die Niederlande sind der deutschen Entwicklung voraus." Den Satz bringt sie nicht nur einmal. Tatsächlich hat Holland 2004 radikal umgestellt: "Jeder hat gesehen, dass es nicht weitergeht. Wir hatten eine Million Erwerbsunfähige, bei sechs Millionen Beschäftigten", sagt der niederländische Arbeitsminister Piet Hein Donner. Seit der Reform gilt das US-Prinzip: Work First, Arbeit geht vor.

Wer die im Vergleich zu Deutschland höhere Leistung haben will, wird sanft, aber nachdrücklich zu Eigenleistungen gezwungen: Jobs in Kommunen, subventionierte Arbeitsplätze, Ausbildung, Sprachkurse und Fitness. Wer nicht spurt, dem werden die Leistungen gekürzt - notfalls vollständig. Jeder Jugendliche unter 27 bekommt ein Angebot, sei es ein Job oder eine Ausbildung. Nur Geld ohne Arbeit gibt es nicht.

 

Februar 2010; Aus: Financial Times Deutschland

Arbeiten in Holland - Wohnen in Deutschland

 

Viele Grenzgänger aus NRW wollen Arbeit in Holland finden. Durch die Grenznähe zum Nachbarland sind Holland Jobs gefragt.

Zur Zeit pendeln für einen Job täglich 16.000 Deutsche in die Niederlande und 4.000 Niederländer nach Deutschland. Jeder Arbeitnehmer oder Selbständige, der in der Regel täglich seine Berufstätigkeit im Nachbarland Niederlande ausübt und seinen Wohnsitz in Deutschland nutzt oder umgekehrt, ist ein Grenzpendler oder Grenzgänger. Durch diese gesetzliche Regelung suchen immer mehr Deutsche in Holland Stellenangebote. Besonders viele grenznahe Anwohner Nordrhein-Westfalens sehen in dieser Mobilität eine Alternative zur Arbeitslosigkeit in Deutschland.

 

Januar 2010

Neues Gesetz für erwerbslose Jugendliche

 

Als Reaktion auf die steigende Jugendarbeitslosigkeit tritt am 1 Oktober in den Niederlanden ein neues Gesetz in Kraft: de Wet Investeren in Jongeren (WIJ). Das Gesetz soll dafür sorgen, dass alle Jugendliche bis 27 einen Ausbildungs-, oder Arbeitsplatz erhalten sollen. Wer das Angebot der Kommune weigert, erhält keine Sozialhilfe mehr.    

 

Jugendliche haben es derzeit besonders schwer einen Job zu finden. Im ersten Quartal 2009 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der EU27 für die 15- bis 24-Jährigen bei 18,3 %. Dies entspricht einer Summe von 5 Millionen Jugendlichen.

 

In allen Mitgliedstaaten war die Jugendarbeitslosenquote höher als die Gesamtarbeits-losenquote. Die Jugendarbeitslosenquote lag zwischen 6,0 % in den Niederlanden und 33,6 % in Spanien, während die Gesamtarbeitslosenquote von 2,9 % in den Niederlanden bis 16,5 % in Spanien reichte. Die größten Unterschiede sind in Italien (Jugendarbeitslosenquote 24,9 % und Gesamtarbeitslosenquote 7,4 %), Spanien (33,6 % und 16,5 %) und Schweden (24,2 % und 7,7 %) zu finden, während die geringsten Unterschiede in Deutschland (10,5 % und 7,4 %), den Niederlanden (6,0 % und 2,9 %) und Dänemark (8,9 % und 4,7 %) vorliegen.

 

September 2009

 

Artikel: Niederländer müssen für Hartz IV arbeiten

 

„Keine Leistung ohne Gegenleistung: In den Niederlanden wird von den Arbeitslosen zuerst gefordert, dann dürfen diese fordern. Durch klare Strukturen und finanzielle Anreize für Kommunen sank die Zahl der Sozialhilfeempfänger um ein Viertel. Davon könnte sich Deutschland einiges abschauen….“

Lesen Sie den am 16 September in der Welt veröffentlichen Artikel hier weiter.

 

September 2009

 

Besparungen auf Eingliederungsbudget trotz steigender Arbeitslosigkeit

 

Zum diesjährigen „Prinjesdag“ hat die niederländische Regierung eine Besparung von 435 Millionen Euro auf Eingliederungsmittel angekündigt. Man will mit dieser Besparung vor allem ein Ende machen mit der Kumulation des Eingliederungsbudget (W-deel). Bisher konnten die Kommunen 75% ihres Budgets ins nächste Jahr übertragen wenn es ihnen nicht gelingt die zu Verfügung stehenden Mittel bis zum Jahresende auszugeben. Dieser Prozentanteil soll jetzt auf 25% zurückgebracht werden.

 

September 2009

 

 

Umsatz in den niederländischen Werkstätten für behinderte Menschen wächst

 

In 2007 haben die niederländischen Werkstätten für behinderte Menschen einen Umsatz von circa 1,3 Milliarden Euro erzielt. Ein großer Anteil des Wachstums lässt auf die Aktivierung und Zuleitung arbeitsloser erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zurückführen. In vielen Kommunen wird die Work-First Methode (auch Work Academy oder Einstiegsoffensive) nämlich in den kommunalen Werkstätten für behinderte Menschen ausgeführt.  

 

Menschen mit einer Behinderung, die keine Lohnarbeit in der freien Wirtschaft finden, haben in den Niederlanden Anspruch auf eine Stelle in einer beschützenden (sozialen) Werkstatt. Die Werkstätten werden staatlich subventioniert, um die Gehälter der behinderten Menschen auszahlen zu können. Von den Erträgen, müssen alle Betriebskosten gedeckt werden. Die soziale Arbeitsbeschaffung (sociale Werkvoorzieningen) verfügt oft über mehrere Arbeitsbereiche, z. B. Montage, Gartenarbeit, Textilverarbeitung, Druckerei usw.

 

Auf Grund des zunehmenden Druckes auf die Wartelisten, sollen immer mehr Menschen mit einer Behinderung außerhalb des Betriebes untergebracht werden. Zum Beispiel in einem externen Betrieb oder auf Einzelarbeitsplätze. Zudem ist es möglich, ein „Persons Besogenes Budget“ zu erhalten. Mit diesem Budget kann sich die Person selbst die Betreuung bei einem Anbieter seiner Wahl einkaufen. Dieser Anbieter kann eine anerkannte Einrichtung oder eine Person eigener Wahl sein. Der Kunde entscheidet somit selbst über die Qualität der Betreuung.

 

August 2009

 

Neue Berechnung Kurzarbeiter-Geld Transportsektor

 

Lkw-Fahrer in den Niederlanden, für die Kurzarbeiter-Geld beantragt werden muss, können aufatmen. Bei der Berechnung werden ab sofort auch die angefallenen Überstunden mit berücksichtigt.

Das teilte das niederländische Arbeits- und Sozialministerium jetzt mit. Damit kommt das Ministerium Forderungen der Fachverbände entgegen. Sie hatten erhebliche finanzielle Nachteile für die Lkw-Lenker beklagt. Das Kurzarbeitergeld war äußerst unattraktiv, weil die Fahrer mehr Geld bekamen, wenn sie sich arbeitslos meldeten. Die Fachverbände hatten darauf verwiesen, dass Lkw-Fahrer normalerweise 55 Wochenstunden arbeiten, auch wenn offiziell die 40-Stunden-Woche gilt.

 

juni 2009

Entlassungen 2009

 

Die niederländische Tageszeitung Financieel Dagblad registriert seit Anfang des Jahres alle bevorstehenden Entlassungen in größeren Betrieben. Die Übersicht können Sie sich auf der Website der Zeitung anschauen.  

 

Juni 2009

Verstärkung deutsch-niederländische Wirtschaftsbeziehung

 

Die jüngsten statistischen Daten zeigen, dass die Niederlande von der wirtschaftlichen Rezession härter getroffen wurden, als es die Regierung bisher erwartet hatte. Das Bruttoinlandsprodukt war im 1. Quartal 2009 um 4,5% eingebrochen. Auf Grund der offiziellen Prognosen erwartet man einen Rückgang für das Gesamtjahr 2009 um 3,5%. Für 2010 sieht das zuständige Regierungsinstitut CPB entgegen seiner ursprünglichen Prognosen kein Ende der Talfahrt, sondern erwartet eine weitere Abnahme um -0,25%.

 

Die Chancen auf Vermarktung deutscher Produkte und Dienste in den Niederlanden bleiben allerdings auch in der Krise sehr interessant. Deutschland ist mit großem Abstand Haupthandelspartner der Niederlande. Die erreichte gegenseitige hohe Verflechtung der Wirtschaften bietet innovativen deutschen klein- und mittelständischen Unternehmen auch in Krisenzeiten immer noch Eintrittschancen in den Markt.

Die niederländischen Konjunkturprogramme liefern wichtige flankierende Stützen für das Geschäft, wobei allerdings das absolute Investitionsniveau im Vergleich zu Deutschland gering ist.  

 

Mai 2009

Arbeitsmarktanalyse 2009

 

Am 20. April hat der Rat für Arbeit und Einkommen (RWI) ihre Arbeitsmarktanalyse 2009 veröffentlicht. Die niederländische Wirtschaft wird demnach in 2009 und 2010 um 3,5%, beziehungsweise um 0,25% schrumpfen. Die sich hieraus ergebenen Konsequenzen für den Arbeitsmarkt werden erst im zweiten Halbjahr 2009 und im ersten Halbjahr 2010 deutlich. Man erwartet einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in 2009 auf einen Durchschnittswert von 5,5% und in 2010 von 8,75%. Die Stellenabnahme wird sich insbesondere im privaten Sektor herauskristallisieren, und eher weniger im öffentlichen Dienst. In einigen Bereichen, sowie im Versorgungs-, Bildungs- und Verwaltungsbereich wird sich der Mangel an Fachkräften allerdings fortsetzten. Extra Aufmerksamkeit sollte man dem so genannten „discouraged worker effect“ entgegenbringen. Hierbei geht es um Personen mit geringeren Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt worunter Jugendliche und Schulabgänger die ihre Lage im vornhinein als Chancenlos beurteilen und sich dementsprechend auf dem Arbeitsmarkt verhalten.             

Die gesamte Analyse können Sie sich auf der Website der RWI anschauen.

 

April 2009

 

Arbeitslosigkeit in den Niederlanden steigt

 

Das niederländische Zentralbüro für Statistik (CBS) berichtet, dass die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2009 auf 4,4% angestiegen ist. Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in den Niederlanden zum ersten Mal seit 3 Jahren höher als zur gleichen Periode im vorangegangenen Jahr. Bei den neuen Arbeitslosen geht es fast ausschließlich um Männer bis 45 Jahre. Unter den Frauen und den Männern über 45 Jahre ist die Arbeitslosigkeit immer noch niedriger als in 2008.

Mehr Informationen über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im ersten Quartal finden Sie auf der Website der CBS     

 

April 2009

Kommunen reagieren auf Massenentlassungen

 

Als Folge der Weltwirtschaftskrise fürchten Experten ab Sommer Massenentlassungen und einen drastischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Auch bei den Kommunen erwartet man in den nächsten Monaten einen starken Anstieg von Alg-II Empfängern.

Wie kann man sich hierauf vorbereiten? Welche Entscheidungen müssen getroffen werden?           In einigen größeren niederländischen Kommunen ist man bereits mit der Implementierung von eintrittshemmenden Maßnahmen (Gatekeeper-Strategien) begonnen.  

 

Februar 2009

 

Der holländische Arbeitsmarkt ist leer gefegt

 

Laut Eurostat liegt die niederländische Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent, nach Dänemark die niedrigste Quote in der Europäischen Union. Trotz des niedrigen Niveaus hat sich die Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren noch einmal halbiert. Dänemark und Holland gelten als Beispiele flexibler Arbeitsmärkte bei guter sozialer Absicherung - oft als "flexicurity" bezeichnet.

 

November 2008

Niederländische Kommune auf Besuch in Berlin

 

Die Abteilung Integration und Vermittlung der niederländischen Kommune Weert hat letzte Woche Berlin besucht. Nach der Begrüßung im JobCenter Berlin-Lichtenberg ging es weiter zum ersten Behinderten-Hotel Deutschlands. Die Integration von behinderten Menschen steht in den Niederlanden hoch auf der Agenda.

Der Geschäftsführer, Ruud van den Tillaar, zeigte sich von den Dimensionen in der deutschen Hauptstadt sehr beeindruckt. In einigen Stadtteilen Berlins ist die Arbeitslosigkeit fast dreimal so hoch wie in Amsterdam. Wenn man sich die Strukturen vor Ort näher anschaut, gibt es noch viele Verbesserungspunkte; angefangen bei der Zusammenarbeit zwischen den Partnern bis hin zum Bürokratieabbau. Dennoch gab es auch eine Reihe von interessanten Ansätzen die man in die Niederlande mitnimmt. Alle mitgereisten Fallmanager wollen auf alle Fälle noch einmal wiederkommen.        

 

Oktober 2008 

Niederlande hat einen hohen Grad an Selbstständigen

 

Mehr als zehn Prozent der Berufstätigen in den Niederlanden sind selbstständig. Fast ein Viertel der insgesamt 700 000 Unternehmen entstand in den letzten zehn Jahren. In dieser Zeit wagten pro Jahr bis zu 55 000 Niederländer den Schritt in die Selbstständigkeit. Netto wuchs der Sektor um 10 000 Unternehmen jährlich, die wiederum 100 000 neue Stellen pro Jahr schufen.

 

September 2008

* Falls Sie an mehr Informationen zu einzelnen Themen interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt auf.